Die Grundlagen der makroökonomischen Buchhaltung

Aktualisiert: Mai 3

In dieser Beitragsserie veröffentlichen wir jede Woche die deutsche Übersetzung einer Einführung in die Modern Monetary Theory (MMT), die 2011 auf der Website „New Economic Perspectives“ veröffentlicht wurde.


Von L. Randall Wray


In dieser Woche beginnen wir damit, die notwendigen Grundlagen zu vermitteln, um modernes Geld zu verstehen. Vielleicht leuchtet Ihnen nicht sofort ein, warum buchhalterische Zusammenhänge hierfür notwendig sind. Aber Sie können unmöglich die Kontroversen über den Staatshaushalt nachvollziehen (und die Defizithysterie kritisieren, die unsere Nation über das gesamte politische Spektrum von rechts bis links erfasst hat), ohne die grundlegende makoökonomische Buchhaltung zu beherrschen. Seien Sie also bitte geduldig und aufmerksam. Höhere Mathematik oder Vorkenntnisse komplizierter Buchführungsregeln werden nicht erforderlich sein. Es geht lediglich um einfaches, grundlegendes Wissen. Es handelt sich letztlich um einen extrem einfachen Teilbereich der Logik.


Ein Hinweis zur Terminologie: In einer Liste am Ende dieses Beitrags werden einige Begriffe definiert, die in dieser Einführung verwendet werden. Vielleicht möchten Sie sich diese zunächst ansehen und erst danach diesen Blog lesen.


MMT Einführung #2


Das finanzielle Vermögen des einen ist die finanzielle Verbindlichkeit des anderen


Es ist ein grundlegendes Prinzip der Buchhaltung, dass es für jeden finanziellen Vermögenswert auch eine finanzielle Verbindlichkeit gibt. Die Scheckeinlage ist das finanzielle Vermögen eines Haushalts, dem die Verbindlichkeit (oder der Schuldschein) der Bank gegenübersteht. Eine Staats- oder Unternehmensanleihe ist ein Vermögenswert eines Haushalts, stellt jedoch eine Verbindlichkeit des Emittenten (entweder der Regierung oder eines Unternehmens) dar.


Haushalte haben auch einige Verbindlichkeiten, darunter Studienkredite, eine Hypothek auf ein Eigenheim oder einen Autokredit. Diese werden vom Gläubiger, bei dem es sich um eine Bank oder Finanzinstitutionen wie Pensionsfonds, Hedge-Fonds oder Versicherungsgesellschaften handeln kann, als Vermögenswerte gehalten. Das Nettogeldvermögen eines Haushalts entspricht der Summe aller seiner finanziellen Vermögenswerte (seinem Bruttogeldvermögen) abzüglich der Summe seiner finanziellen Verbindlichkeiten (alle von ihm ausgegebenen auf Geld lautenden Schuldscheine). Ist dieses positiv, hat er ein positives Nettogeldvermögen.


Inner- und außersektorales Vermögen (Inside & Outside Wealth)


Es ist oft nützlich, zwischen verschiedenen Sektoren einer Volkswirtschaft zu unterscheiden. Die einfachste Unterteilung ist zunächst die zwischen dem öffentlichen Sektor (alle Regierungsebenen) und dem privaten Sektor (Haushalte und Unternehmen). [Anmerkung der Redaktion: Wir verzichten aus didaktischen Gründen zunächst auf die Berücksichtigung der übrigen Welt und holen dies später nach.] Addiert man alle privat emittierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, ist es eine logische Selbstverständlichkeit, dass die Summe der finanziellen Vermögenswerte der Summe der finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen muss. Mit anderen Worten, das Nettogeldvermögen des Privatsektors müsste Null sein, wenn es ausschließlich Schuldscheine des privaten Sektors gäbe. Finanzielle Vermögenswerte, die "innerhalb" des privaten Sektors bleiben, werden häufig als innersektorales Vermögen bezeichnet.


Damit der Privatsektor Nettogeldvermögen bilden kann, muss es in Form "außersektoralem Vermögens" vorliegen, d.h. in Form von finanziellen Forderungen gegenüber einem anderen Sektor. Angesichts der Trennung zwischen öffentlichem Sektor und privatem Sektor entspricht das außersektorale Geldvermögen den staatlichen Schuldverschreibungen. Der private Sektor hält staatliche Währung (in Form von Münzen und Papiergeld) sowie die gesamte Bandbreite von Staatsanleihen (kurzfristige Wechsel oder Anleihen mit längeren Laufzeiten) als Nettogeldvermögen. Das Nettogeldvermögen entspricht einem Teil seines positiven Netto(gesamt)vermögens.


Eine Anmerkung zu nichtfinanziellen Vermögenswerten (Sachvermögen)


Das Geldvermögen des einen wird notwendigerweise durch die finanzielle Verbindlichkeit eines anderen ausgeglichen. In der Summe muss das Nettogeldvermögen gleich Null sein. Sachvermögen stellt hingegen das eigentliche Vermögen dar, das nicht durch die Verbindlichkeiten eines anderen ausgeglichen wird, so dass auf der gesamtwirtschaftlichen Ebene das Nettovermögen dem Wert des realen (nicht-finanziellen) Sachvermögens entspricht.


Zur Verdeutlichung: Sie haben vielleicht ein Auto gekauft, indem Sie sich verschuldet haben. Ihre Verbindlichkeit (Ihr Autokredit) wird durch die Forderung, welche die Autokreditgesellschaft hält, ausgeglichen. Da beides in der Summe gleich Null ist, bleibt der Wert des Sachvermögens - des Autos - übrig. In den meisten der folgenden Diskussionen werden wir uns mit finanziellen Aktiva und Passiva befassen, aber wir werden im Hinterkopf behalten, dass der Wert des Sachvermögens sowohl auf individueller (einzelwirtschaftlicher) als auch auf aggregierter (gesamtwirtschaftlicher) Ebene Nettovermögen darstellt. Wenn wir alle finanziellen Verbindlichkeiten von den Gesamtvermögenswerten (real und finanziell; Sach- und Geldvermögen) abziehen, bleiben nur die nicht-finanziellen (realen) Sachvermögenswerte übrig. Sie stellen das gesamtwirtschaftliche Nettovermögen dar.


Das private Nettogeldvermögen entspricht der öffentlichen Verschuldung


Ströme (von Einnahmen oder Ausgaben) summieren sich zu Beständen. Die Akkumulation des Nettogeldvermögens im privaten Sektors im Laufe eines Jahres ist nur möglich, weil seine Ausgaben in diesem Zeitraum geringer sind als seine Einnahmen. Mit anderen Worten, der Privatsektor hat gespart, wodurch er einen Vermögensbestand in Form von Geldvermögen aufbauen konnte. In unserem einfachen Beispiel mit nur einem öffentlichen und einem privaten Sektor handelt es sich bei diesem Geldvermögen um staatliche Verbindlichkeiten – staatliche Währung und Staatsanleihen. Diese staatlichen Schuldverschreibungen können wiederum nur dann akkumuliert werden, wenn die Regierung mehr ausgibt, als sie in Form von Steuereinnahmen erhält. Dies entspricht einem öffentlichen Defizit, also den Staatsausgaben abzüglich der Steuereinnahmen eines bestimmten Zeitraums, in der Regel ein Jahr, gemessen in Geld.


Dieses Defizit summiert sich zu einem Staatsverschuldungsbestand, welcher der Anhäufung von Geldvermögen des privaten Sektors im gleichen Zeitraum entspricht. Eine vollständige Beschreibung des Ablaufs staatlicher Ausgaben und Besteuerung erfolgt in den kommenden Wochen und Monaten. Zunächst ist es lediglich notwendig, zu verstehen, dass das vom privaten Sektor gehaltene Nettogeldvermögen genau den Nettogeldverbindlichkeiten [Anmerkung der Redaktion: den staatlichen Schuldverschreibungen] entspricht, welche die Regierung in unserem Beispiel mit zwei Sektoren herausgegeben hat.


Wenn die Regierung stets einen ausgeglichenen Haushalt führt, bei dem die Ausgaben stets den Steuereinnahmen entsprechen, wird das Nettogeldvermögen des privaten Sektors gleich Null sein. Wenn die Regierung kontinuierlich Haushaltsüberschüsse erwirtschaftet (die Ausgaben sind geringer als die Steuereinnahmen), muss das Nettogeldvermögen des privaten Sektors negativ sein. Mit anderen Worten, der private Sektor wird dem öffentlichen Sektor gegenüber verschuldet sein.


Hieraus folgt ein "Dilemma": In unserer Zwei-Sektoren-Welt ist es für den öffentlichen wie auch für den privaten Sektor unmöglich, gleichzeitig Überschüsse zu erzielen. Und wenn der öffentliche Sektor Überschüsse erzielen würde, müsste der Privatsektor logischerweise Defizite aufweisen. Würde der öffentliche Sektor ausreichende Überschüsse erzielen, um alle seine ausstehenden Schulden zu tilgen, hätte der Privatsektor logischerweise entsprechende Defizite und würde sein Nettogeldvermögen bis auf null reduzieren.


Die Schulden der übrigen Welt sind inländische Geldvermögenswerte


Eine übliche Einteilung der Weltwirtschaft ist die Bildung von drei Sektoren: ein inländischer privater Sektor, ein inländischer öffentlicher Sektor und ein Sektor "Ausland", der aus ausländischen Regierungen, Unternehmen und Haushalten besteht. In diesem Fall ist es für den inländischen privaten Sektor möglich, Nettoforderungen gegenüber dem Rest der Welt anzuhäufen, selbst wenn der inländische öffentliche Sektor einen ausgeglichenen Haushalt führt, seine Ausgaben in diesem Zeitraum also genau seinen Steuereinnahmen entsprechen. Die Nettogeldvermögensbildung des inländischen Sektors entspricht dann dem Umfang der Nettogeldverbindlichkeiten des Auslands.


Daher kann der inländische Privatsektor Nettogeldvermögen bilden, das sowohl aus inländischen Staatsverbindlichkeiten wie auch aus Verbindlichkeiten aus der übrigen Welt besteht. Es ist für den inländischen Privatsektor auch möglich, staatliche Schuldverschreibungen zu akkumulieren (was sein Nettogeldvermögen erhöht), und sich gleichzeitig gegenüber der übrigen Welt zu verschulden (was sein Nettogeldvermögen verringert). Im nächsten Abschnitt wenden wir uns einer detaillierten Behandlung der sektoralen Salden zu.


Grundlagen der sektoralen Buchhaltung, Verbindung zu Bestands- und Flusskonzepten


Lassen Sie uns mit der Einteilung der Volkswirtschaft in drei Sektoren fortfahren: einem inländischen Privatsektor (bestehend aus Haushalten und Unternehmen), einem inländischen Staatssektor (bestehend aus Kommunen, Bundesstaaten oder Provinzen und nationalen Regierungen) und einem ausländischen Sektor (die übrige Welt, bestehend aus Haushalten, Unternehmen und Regierungen).


Jeder dieser Sektoren kann so behandelt werden, als hätte er einen Einnahme- und einen Ausgabestrom während einer Erfassungsperiode (im Folgenden betrachten wir die Erfassungsperiode von einem Jahr). Es gibt keinen Grund, für einen einzelnen Sektor anzunehmen, dass seine Einnahme- und Ausgabenströme jedes Jahr gleich sind. Wenn er mehr einnimmt als er ausgibt, spricht man von einem Haushaltsüberschuss für das Jahr; gibt er mehr aus als er einnimmt, spricht man von einem Haushaltsdefizit für das Jahr; ein ausgeglichener Haushalt zeigt an, dass die Einnahmen den Ausgaben im Laufe des Jahres entsprachen.


Aus den obigen Ausführungen wird deutlich, dass ein Haushaltsüberschuss dasselbe ist wie eine Ersparnis (in der laufenden Periode) und zu einer Nettoakkumulation von Geldvermögen führt. Umgekehrt verringert ein Haushaltsdefizit das Nettogeldvermögen. Der defizitäre Sektor muss entweder sein in den Vorjahren angesammeltes Geldvermögen verwenden (sofern Überschüsse erwirtschaftet wurden) oder neue Schuldscheine ausstellen, um seine Defizite auszugleichen.


Im allgemeinen Sprachgebrauch würden wir sagen, dass er sein Haushaltsdefizit (deficit spending) "bezahlt", indem er sein Vermögen gegen ausgabefähige Bankeinlagen eintauscht (das so genannte "Entsparen"), oder er gibt Schulden ("Kredite") aus, um ausgabefähige Bankeinlagen zu erhalten. Sollte das angesammelte Geldvermögen aufgebraucht sein, so ist er gezwungen, in jedem Jahr mit einem Haushaltsdefizit seine Verschuldung erhöhen. Auf der anderen Seite wird ein Sektor, der einen Haushaltsüberschuss erwirtschaftet, Nettogeldvermögen ansammeln. Dieser Überschuss wird in Form von finanziellen Forderungen an mindestens einen der anderen Sektoren bestehen.


Ein weiterer Hinweis zum Sachvermögen


Es stellt sich die Frage: Was passiert, wenn man Ersparnisse (einen Haushaltsüberschuss) zum Kauf von Sachvermögen anstatt zur Akkumulation von Nettogeldvermögen verwendet? In diesem Fall wird das Geldvermögen einfach an jemand anderen weitergegeben. Wenn man zum Beispiel weniger ausgibt als man einnimmt, kann man Einlagen auf seinem Girokonto ansammeln. Wenn Sie sich entscheiden, Ihre Ersparnisse nicht in Form einer Einlage zu halten, können Sie es ausgeben, um z.B. ein Gemälde, ein antikes Auto, eine Briefmarkensammlung, Immobilien, eine Maschine oder sogar ein Unternehmen zu kaufen. Sie tauschen einen finanziellen Vermögenswert gegen einen realen Vermögenswert. Der Verkäufer hat jedoch das gegenteilige Geschäft getätigt und hält nun den finanziellen Vermögenswert. Der springende Punkt ist, dass, wenn der private Sektor als Ganzes einen Haushaltsüberschuss erwirtschaftet, er ein Nettogeldvermögen anhäuft (jemand hält Forderungen an einen anderen Sektor), obwohl Aktivitäten innerhalb des privaten Sektors dieses Nettogeldvermögen auch von einer "Tasche" in eine andere verschieben können.


Fazit: Das Defizit eines Sektors entspricht dem Überschuss eines anderen


All dies bringt uns zu dem wichtigen Buchhaltungsprinzip, dass, wenn wir die Defizite eines oder mehrerer Sektoren zusammenfassen, diese den Überschüssen der jeweils anderen Sektoren entsprechen müssen. Nach der Pionierarbeit von Wynne Godley können wir diesen Grundsatz in Form einer einfachen Identität darstellen:


Inländischer Privatsaldo + Inländischer Staatssaldo + Auslandssaldo = 0


Nehmen wir zum Beispiel an, dass der ausländische Sektor einen ausgeglichenen Saldo aufweist (in der obigen Identität wäre der Auslandssaldo gleich Null). Nehmen wir zudem an, dass die Einnahmen des inländischen Privatsektors 100 Milliarden Dollar entsprechen, während seine Ausgaben 90 Milliarden Dollar betragen, was einem Haushaltsüberschuss von 10 Milliarden Dollar im Laufe des Jahres entspricht. Der Identität zufolge entspricht das Haushaltsdefizit des inländischen Staatssektors für dieses Jahr dann 10 Milliarden Dollar. Aus der obigen Darstellung wissen wir, dass der inländische private Sektor im Laufe des Jahres dann ein Nettogeldvermögen von 10 Milliarden Dollar anhäufen wird, das aus 10 Milliarden Dollar inländischer Verbindlichkeiten des Staatssektors besteht.


Oder gehen wir davon aus, dass der ausländische Sektor bei einem Überschuss von 20 Milliarden Dollar weniger ausgibt als er einnimmt. Zudem gibt auch der inländische Staatssektor mit einem Haushaltsüberschuss von 10 Milliarden Dollar weniger aus als er einnimmt. Aus unserer buchhalterischen Identität folgt dann, dass der inländische Privatsektor im gleichen Zeitraum ein Haushaltsdefizit von 30 Milliarden Dollar (20 Milliarden Dollar plus 10 Milliarden Dollar) haben muss. Zudem wird sein Nettogeldvermögen durch den Verkauf von Vermögenswerten und/oder die Emission von Schuldscheinen um 30 Milliarden Dollar gesunken sein. In der Zwischenzeit wird der inländische Staatssektor sein Nettogeldvermögen um 10 Milliarden Dollar erhöht haben (indem er seine ausstehenden Schulden reduziert oder seine Forderungen gegenüber den anderen Sektoren erhöht hat), und der ausländische Sektor wird sein Nettogeldvermögen um 20 Milliarden Dollar erhöht haben (indem er ebenfalls seine ausstehenden Schulden reduziert oder seine Forderungen gegenüber den anderen Sektoren erhöht hat).


Es ist offensichtlich, dass, wenn in einem Sektor ein Haushaltsüberschuss erzielt werden soll, mindestens ein anderer Sektor ein Defizit haben muss. Was die Bestandsvariablen betrifft, so muss mindestens ein anderer Sektor seine Verschuldung um den gleichen Betrag erhöhen, damit ein Sektor Nettogeldvermögen anhäufen kann. Es ist unmöglich für alle Sektoren, Nettogeldvermögen durch Haushaltsüberschüsse zu akkumulieren. Wir können ein weiteres "Dilemma" formulieren: Wenn einer von drei Sektoren einen Überschuss erzielen möchte, muss mindestens einer der anderen Sektoren ein Defizit haben.


Wie sehr wir uns auch bemühen mögen, wir können nicht alle Überschüsse erzielen. Es ist ähnlich wie bei den Kindern am Lake Wobegone, die angeblich alle überdurchschnittlich begabt seien. Damit ein Kind über dem Durchschnitt liegen kann, muss es auch ein Kind geben, das unter dem Durchschnitt liegt. Und für jedes Defizit muss es einen Überschuss geben.

Listen mit Anmerkungen zu den verwendeten Begriffen

Im Laufe dieser Einführung werden wir die folgenden Definitionen und Konventionen verwenden:


  • "Geld" bezieht sich auf eine allgemeine, repräsentative Recheneinheit. Wir werden das Wort nicht für ein bestimmtes "Ding" - d.h. eine Münze oder eine Zentralbanknote - verwenden.

  • Geld-"Dinge" werden gesondert bezeichnet: eine Münze, eine Banknote, eine Sichteinlage. Einige davon können angefasst werden (Banknoten in Papierform), andere sind elektronische Einträge in Bilanzen (Sichteinlagen, Bankreserven). "Geld-Dinge" ist also einfach eine Kurzform für "auf Geld lautende Schuldscheine".

  • Eine bestimmte nationale Geldeinheit wird mit einem Großbuchstaben bezeichnet, z.B. US-Dollar, Japanischer Yen, Chinesischer Yuan, Britisches Pfund, EWU-Euro.

  • Währung wird zur Bezeichnung von Münzen, Banknoten und Reserven verwendet, die von der Regierung (sowohl vom Finanzministerium als auch von der Zentralbank) ausgegeben werden. Ist ein bestimmtes Schatzamt (oder seine Anleihen gemeint), wird es großgeschrieben: US-Finanzministerium; US-Schatzämter.

  • Das Nettogeldvermögen entspricht dem gesamten Geldvermögen abzüglich der gesamten finanziellen Verbindlichkeiten. Dies ist nicht dasselbe wie das Nettovermögen (oder der Nettowert), da beim Geldvermögen die realen Vermögenswerte (Sachvermögenswerte) nicht berücksichtigt werden.

  • Ein Schuldschein ist eine finanzielle Schuld, Verbindlichkeit oder Zahlungsverpflichtung, die in Geldeinheiten notiert ist. Es ist ein finanzieller Vermögenswert des Inhabers. Der Schuldschein kann physisch vorliegen (z.B. auf Papier geschrieben, als Münze gestempelt) oder elektronisch erfasst sein (z.B. in einer Bankbilanz).

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