Zentralbanken schöpfen das Geld mit der Tastatur

Aktualisiert: 22. Juni 2019

Die Tatsache, dass Zentralbanken das Geld (Einlagen bei der Zentralbank) aus dem Nichts schöpfen so wie die Banken ihrerseits die Einlagen ihrer KundInnen bei der Kreditvergabe scheint sich noch nicht so weit herumgesprochen zu haben. Jüngst diskutierte Vorstandsmitglied Dirk Ehnts mit Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank. Der letzte Beitrag findet sich bei Ökonomenstimme.


Dass den Zentralbanken als Schöpfer des Geldes das Geld nicht ausgehen kann ist unter Insidern unumstritten. Mario Draghi wurde beispielsweise mal bei einer offiziellen Pressekonferenz gefragt, ob das so wäre. Hier ist seine Antwort:


​Die gleiche Antwort gab auch Alan Greenspan:



Es sollte eigentlich unumstritten sein, dass die Zentralbanken als fiskalische Agenten des Staates dessen Rechnungen bezahlen, in dem sie Geld auf den Konten der Banken schöpfen. Sie erhöhen dabei einfach den Kontostand. Dies gilt prinzipiell auch für die Eurozone. Deutschland beispielsweise führt ein Zentralkonto des Bundes bei der Deutschen Bundesbank, die im Auftrag des Finanzministeriums die Zahlungen durchführt. Damit "finanziert" natürlich die Bundesbank den Staat nicht, sondern gibt einfach das Geld aus, wenn gewisse Bedingungen erfüllt sind. Genauso war es auch beim quantitative easing (QE). Die Zentralbank kauft Finanzanlagen von den Banken und schreibt diesen dafür Geld auf dem entsprechenden Konto bei der Zentralbank gut. Dieses Geld kommt nicht aus Steuern oder Emission von Staatsanleihen, sondern ist geschöpftes Geld der Zentralbank.

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