Kontrollieren Zentralbanken das Preisnviveau?


Bei der FMM-Konferenz, die heute startet, gibt es am späten Nachmittag eine Diskussionsrunde zur Inflation. Die auf Englisch abgehaltene Runde untersucht die Frage: "Theories of inflation: do central banks control the price level?" Mit dabei sind als "Chair" Andrea Terzi aus der Schweiz (Franklin University Switzerland) sowie als Gäste Frances Coppola (Financial writer & commentator), MMT-Ökonom Scott Fullwiler (University of Missouri - Kansas City) und Karl Whelan (University College Dublin).


Die Diskussionsrunde wird online übertragen und findet um 16:30 statt. Die Anmeldung für die Konferenz findet sich hier. MMT sieht eine größere Verantwortung für die Preisstabilität beim Staat, also beim Finanzministerium und den Preisen, die staatliche Organe als Löhne oder für Güter und Dienstleistungen zahlen. Die Zentralbanken steuern zwar den Zins, können damit aber die privaten Investitionen nur sehr wenig beeinflussen. Daher sind sie nicht in der Lage, die Inflation nach oben zu drücken, wie sie es wollen. Dies zeigt sich u. a. in der Eurozone an Inflationsraten, die das Inflationsziel deutlich unterschießen. Dass eine Zentralbank durch eine kurzfristige Zinserhöhung die Wirtschaft zum Einbruch bringen kann und damit auch die Inflation ist hingegen nicht kontrovers. Langfristig hingegen scheinen hohe Zinsen eher mit hohen Inflationsraten zu korrelieren. Wir dürfen gespannt sein, was France Coppola und Karl Whelan zu dem Thema sagen werden.

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