Grundlagen der Makroökonomik


Aus langer Lehrerfahrung ist mir bewusst, dass an vielen Universitäten und auch Fachhochschulen die Studierenden mit den Lehrbüchern hadern. Vielfach sind sie zu abstrakt und basieren auf alten Texten, die dann immer wieder angepasst und erneuert sowie ergänzt wurden. Man hat fast einen Flickenteppich vor sich, wenn man so manches Werk studiert, und ein roter Faden ist dann nicht mehr erkennbar. Eine Alternative zu den gängigen Lehrbüchern der Makroökonomik scheint es nicht zu geben, sie behandeln fast alle die gleichen Inhalte, Theorien und Methoden.


Eine erfrischende Ausnahme ist das Lehrbuch "Grundlagen der Makroökonomik" von Fritz Helmedag. Auf knackigen 82 Seiten - inklusive Index! - wird hier eine Einführung in die Makroökonomik geboten, die sich sehr stark an der Realität orientiert und wenig an abstrakten Ideen oder Annahmen. Erstaunlicherweise sind die beiden Teile sogar im Internet kostenlos verfügbar auf der Homepage des Verfassers:


Grundlagen der Makroökonomik, Teil 1

Grundlagen der Makroökonomik, Teil 2

Wer auf der Suche ist nach einer Einführung in die Makroökonomik oder auch Volkswirtschaftslehre und dabei kein 600-Seiten-Lehrbuch durchackern will, der ist hiermit sehr gut aufgehoben. Zur Austeritätspolitik bezieht der Autor übrigens eine klare Stellung:

„Die mangelhafte nationalökonomische Bil­dung in der Gesellschaft ist dafür verantwortlich, dass jene, die solche Maßnahmen [Budgetkürzungen des Staates, ausgeglichener staatlicher Haushalt] in der De­­pression fordern, sich dabei wider Willen auch ins eigene Fleisch schneiden.“

Dem ist nicht viel hinzuzufügen. Wir haben hier häufiger schon geschrieben [zuletzt hier], dass staatliche Schulden in gleicher Höhe die privaten Vermögen erhöhen und dass deshalb in einer Wirtschaftskrise eine Reduktion der Staatsverschuldung nicht angezeigt ist. Wenn die Haushalte und Unternehmen weniger Einnahmen haben und somit auch weniger Vermögen, wie sollen sie dann ihre Ausgaben steigern? Ohne höhere Ausgaben jedoch kann ein höhere Bruttonationaleinkommen nicht zustande kommen. Daher sind in einer Krise höhere Ausgaben gefragt und nicht geringer Ausgaben.

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